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Thursday - 02. December 2021
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Die Burg Kapušany

[1116; left]Der verhältnismäßig gut erhaltene Komplex der Burgruine liegt östlich der Stadt, links der Hauptverkehrsstraße von Prešov nach Vranov bzw. Bardejov, gut sichtbar auf der Kuppe eines kahlen Hügels oberhalb des Ortes Kapušany (502 m ü. d. M. ).

Auch die Entstehung der Burg Kapušany ist mit der Verteidigungsfunktion des Grenzgebietes im frühen Mittelalter verbunden. Westlich der Burg erstreckt sich ein Hügelzug mit der Großen und Kleinen Wache (Veľká a Malá stráž), und auch der Name der unterhalb der Burg liegenden Gemeinde, die ursprünglich von Grenzwächtern gegründet wurde, weist auf die strategische Lage des Ortes hin. Seine Funktion bestand sowohl in der Verteidigung der Grenze als auch in der Sicherung des nach Norden (Polen bis zur Ostsee) führenden Handelsweges.

Die steinerne, damals Maglód (Maglovec) genannte Burg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, noch vor dem Tatareneinfall, errichtet. Ihre ursprüngliche Gestalt ist nicht überliefert. Anfang des 14. Jahrhunderts eroberte auch diese Burg das Geschlecht Omodej, doch nach seinem Sieg bei Rozgon (1312) ließ sie König Karl Robert schleifen. Im Jahre 1410 gab König Sigismund die Gemeinde Kapušany Andreas de Koka zum Lehen und erlaubte ihm, auch eine Burg zu bauen. Nach der erneuerten Burg und der Gemeinde haben die neuen Besitzer den Namen Kapy gebraucht. Die eigentliche obere Burg hatte eine interessante zweitürmige Disposition mit einem dazwischen stehenden Pa-las, wobei einer der Türme ursprünglich als Zugangsund der andere als Wohnturm diente. Das ganze Objekt war von Schanzen und einem Graben umgeben, dem ein Tor (Vorhof) mit einer Zugbrücke vorgelagert war. 1440 kam die Burg in den Besitz der Familie Rozgonyi, kurz darauf fiel sie in die Hände der Bratriken und am Ende des Jahrhunderts hat das polnische Heer versucht, sie zu erobern. Die dabei verursachten Schäden sowie nötige neue Verteidigungsmaßnahmen erforderten Anfang des 16. Jahrhunderts einen weiteren Umund Ausbau. So entstand der untere, mit einer mächtigen Schanze und einem Graben umgebene Burghof. In die Burg gelangte man durch zwei hintereinander stehende, mit einer eigenen Bastei geschützte Tore an der nordöstlichen Seite. Zu dieser Zeit befand sich die Burg wieder im Besitz des Geschlechts Kapy. Nach Abschluß des Umbaus wurde die Burg nicht mehr modernisiert und verlor allmählich ihre strategische Bedeutung. Während der Unruhen der siebziger und achtziger Jahre des 17. Jahrhunderts benutzte sie das kaiserliche Heer als Gefängnis. Im Jahre 1685 wurde die Burg vorübergehend von den Kuruczen Emmerich Thökölys, Anfang des 18. Jahrhunderts vom Rákóczi-Heer besetzt.

Wegen des veralteten Fortifikationssystems und der fehlenden Wasserversorgung war die Burg militärstrategisch nicht mehr bedeutsam, und im Jahre 1709 befahl der Kapitän Telekessy, sie zu sprengen.

Nach dem Frieden von Sathmar ließ die Gemahlin von Gabriel Kapy die Burg zwar erneuern, 1715 wurde sie jedoch auf Beschluß des Landtages endgültig aufgelassen.


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